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Jörg Hüddersen Photographie

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Mondfinsternis ist nicht einfach zu fotografieren

Vollständige Verdeckung des Mondes durch die Erde

Die totale Mondfinsternis in der Nacht vom 27. auf den 28. September 2015 versprach zunächst einen besonders nahen, sprich einfach zu fotografierenden Vollmond in butroter Färbung. Doch der Teufel liegt verdammt im Detail.

Der Mond bewegt sich rasant

Zumindest fotografisch betrachtet bewegt sich der Mond recht schnell. Bei der notwendigen Brennweite von 400 oder mehr Millimetern genügt schon eine kleine Bewegung für Unschärfe. Die lange Brennweite erwzingt aber auch eine weiter geschlossene Blende (f/8 o.ä.) und das wiederum zieht längere Verschlusszeiten nach sich:

Der Vollmond

Der Vollmond mit einer Drittel Sekunde Belichtungszeit wird einigermaßen scharf.

Mondfinsternis: die Verdeckung ist fast vollständig

Der abgedunkelte Mond mit 3 Sekunden Belichtung bewegt sich schon soweit, dass er leicht unscharf wird.

Natürlich müssen auch alle anderen Verwackelungsquellen ausgeschlossen werden:

  • Stabiles Stativ, nicht zu hoch ausgefahren
  • Fernauslöser
  • Spiegelvorauslösung
  • Bildstabilisator aus

Die Belichtungszeit wird am Ende dann so gewählt, dass das blutrote Leuchten in der Nachbearbeitung der RAW-Dateien (JPG geht hier gar nicht!) herausgearbeitet werden kann.

Fazit: bei der nächsten Finsternis 2019 wird weiter geübt...