Die Welt durch die Kamera gesehen

Jörg Hüddersen Photographie

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Berlin am Abend

Alexa der Platz

Jenseits der Postkartenmotive lassen sich sogar die touristischen Hotspots Berlin neu erkunden, wenn die Tageszeit stimmt. Abends und nachts am Alex, dem roten Rathaus oder dem Dom fließen die Lichter in allen Farben in einander. Die Schwierigkeit besteht darin, dies halbwegs scharf festzuhalten. Die Regel, alles in einer zehntel Sekunde mit stabilisiertem Objektiv aufzunehmen ist zumindest mal ein guter Anfang. Laternenmasten können als Anlehnstativ dienen. Auf diese Weise lässt sich die Belichtung auf eine Viertelsekunde verlängern und bewegte Objekte beginnen zu verschwimmen.

Kreuzung am Neptunbrunnen
Anders sieht es in der blauen Stunde aus. Hier reicht es, die Empfindlichkeit so weit heraufzudrehen, dass die Verschlusszeit auf jeden Fall verwacklungsfreie Aufnahmen erlaubt. Eine Belichtungskorrektur von etwa +1 EV sorgt dafür, dass das Motiv im Vordergrund nicht zu dunkel wird. Den Rest erledigt der RAW-Entwickler: die hellen Partien des Himmels etwas abdunkeln und dafür die dunkleren Partien anheben, vielleicht noch etwas mehr Farbsättigung (Dynamik bei Lightroom, Vibrancy bei DXO) und das wars.
Quadriga auf dem Brandenburger Tor